»Das muß denn wohl mein Fall sein, das mit dem Gemüt,« dacht' ich im stillen. Ich sagte aber ganz was andres.

»Wissen Sie was, Radmann?« sagt' ich gemütlich, »können Sie mir ein Paar Schlittschuhe borgen? Ich möcht' ein Stündchen über die Wiesen laufen, das tut mir immer am besten, wenn ich im Kopfe Nebelwetter habe. Es ist eine gesunde Bewegung.«

»Da haben Sie wieder recht, Kannenberg,« sagt' er, »das ist es. Die allergesundeste Bewegung. Da kommt kein Turnen und kein Reiten gegen. Bloß jung sein muß man wie Sie und nicht zu dick; für mich ist's aus. Die Schlittschuhe sollen Sie haben, passen werden sie ja. Und mit dem Wiederbringen hat's keine Eile. Brauchen Sie die Dinger getrost, solange das Eis hält.«

»Hält's denn überall?« fragte ich so nebenher.

»O ja,« sagte er, »auf den Wiesen laufen sie ja überall, und auf dem Strom geht's auch.«

»Und das Haff?«

Er sah mich groß an. »Na nu, Sie wollen doch nicht aufs Haff? Was haben Sie da zu suchen? Das lassen Sie lieber bleiben; es ist auch schon zu spät am Tage.«

»Das wär' nicht schlimm,« meinte ich, »und sicher muß es doch sein; übrigens war es nur so 'ne Idee.«

»Gott, ja,« sagte er, »am Ufer lang soll ja gute Bahn sein; aber weiter 'rein ist's faul; es ist zu viel Sturm gewesen, daß es nicht richtig hat zugehen können; es haben welche 'rüberlaufen wollen, sind aber wieder umgekehrt, weil es zu ungemütlich war und überall knackte.«