»Sie haben ihn angebunden und unser alte Geiß hat ihm die Füß geleckt, da hat mein Knän lachen müssen und hat denselben eisernen Männern viel Weißpfennig geben, groß und klein, hübsche gelbe und sonst glitzerechte Dinger und Schnüre voll weißer Küglein. Darauf hat unser Ann gesagt, ich soll auch weglaufen, sonst nehmen mich die Krieger mit.«

»Wo hinaus willst du?«

»Ich weiß Weger nit und will bei dir bleiben.«

»So geh und iß,« sagte der Einsiedel.

Das war unser discurs, unter welchem mich der Alte oft mit allertiefstem Seufzen anschauete. Weiß nicht, ob es aus Mitleiden geschahe oder aus Ursach, die ich erst etliche Jahr hernach erfuhr.


[Das sechste Kapitel]

Ich futterte nach Notdurft, sonach mich der Einsiedel fortgehen hieß. Da suchte ich meine allerzartesten Worte herfür, daß er mich bei sich behielte, bis er beschloß meine verdrüßliche Gegenwart zu leiden, darum daß er mich unterrichtete.

Ich hielt mich wohl, und er fand Gefallen an mir, da ich begierig seine Unterweisungen hörete und die wachsweiche, und zwar noch glatte Tafel meines Herzens seine Worte zu fassen sich geschickt erwies.