»Den kannst du haben.«
»Wie denn? Ach so, ich soll mit Ihnen? Na meinswegen.« Er spielt kokett mit der Zunge.
»Nein. Das nicht.« Brechreiz zu vertreiben stürzt er den Kirsch herunter. »Bist du jeder Gemeinheit fähig?«
»Ich weiß nicht. Bisher hab' ich mir meinen Unterhalt mehr oder minder ehrlich durch Diebstahl verdient.« Er zeigt elegante, griffige Finger.
»Die sind gut. Ich brauche dich zu einem Diebstahl.«
»Ach so. Große Sache dreh'n? Na, schieß los.«
»Ich miete dich für zwanzig Kronen pro Tag und freie Station, Mädels extra. Du bekommst einen neuen guten Anzug und folgst mit mir im Auto einer Dame. Wir passen auf, bis sie in ein Geschäft eintritt. Sie wird wahrscheinlich Schmuck verkaufen. Ist es so weit, folgst du ihr in das betreffende Geschäft. Stiehlst ein Schmuckstück oder ein Stück Spitze, je nachdem, um was für ein Geschäft es sich handelt, und schmuggelst es ihr in die Tasche. Dann machst du dich aus dem Staub. Das Weitere ist meine Sache.«
Der überwache Bursche starrt ihn verständnislos an. »Pfui Teufel, das ist aber schon ganz fis. Woher kommst du auf so 'ne Idee?«
»Wenn's gelungen ist, kriegst du das« – er deutet auf den Schein – »drauf«.
»Donnerwetter. Du läßt's dich was kosten.«