So saßen wir zu dritt unter dem kleinen Baume und hingen unseren Gedanken nach, die gemeinsam bei dem Büffel verweilten. Doch dachten meine Schwarzen wohl mehr an den Braten, ich an mein Jagdglück. — Alles war mir heute günstig gewesen, als Lohn für die Ausdauer: die zufällige Entdeckung des Wildes, mein Entschluß, den kleinen Baum zu besteigen — an dem wir schon vorbei waren, als ich dachte: besser ist besser —, endlich der Umstand, daß der Büffel gerade die Stelle kreuzte, an der das Gras so niedrig war, daß ich wenigstens den Rücken sehen konnte.

Nach etwa zwanzig Minuten wurde den beiden Negern die Zeit des Wartens zu lang und sie schlugen mir vor, nachzusehen, ob der Büffel tot sei.

Wider bessere Einsicht ließ ich mich verleiten; die Neugierde gewann auch bei mir die Oberhand. Ich gab die Richtung an. Sefu aber nutzte einen Termitenhügel aus, im Vorbeigehen einen Ausblick zu gewinnen und war noch nicht halb oben, als er sich plötzlich duckte und mich heranwinkte.

Der kranke Stier.

Ich berühre im Vorbeigehen die Blätter einer kleinen Fächerpalme. Da steht fünf Schritt vor mir, also unmittelbar hinter dem Hügel, der Büffel auf, ein mächtiger dunkler Stier!

Die Flanke ist rotgefärbt von Schweiß, der Kopf mit den gewaltigen Hörnern vorgestreckt.

Ohne Besinnen gebe ich ihm zwei Blattschüsse, während er davonrast.

„Gehen wir nach,“ sagten Ali und Sefu zu meiner großen Verwunderung.

„Ist der Büffel nicht gefährlich?“

„Ja, wenn einer jagt und seine Bibi wird ihm untreu.“