„Sonst nicht?“
„Nein!“
Dies „nein“ kam so überzeugend heraus, daß auch in mir der letzte Zweifel an der Ungefährlichkeit des Büffels zerstört wurde.
Die Fährte war leicht zu verfolgen. Das hohe Gras war an der linken Seite ununterbrochen rot gefärbt und unsere Kleider wurden von dem Blut durchtränkt.
Mehrmals wurde der Büffel dicht vor mir flüchtig, ehe ich ihn bemerkt hatte; das Gras war etwa drei Meter hoch.
Bei der Windstille hatte es keinen Zweck, lange zu überlegen; jede Folge war ausgesprochener Leichtsinn, denn der Büffel mußte uns wittern.
Aber in dem Suchen der Gefahr lag ein so seltener, heute leicht zu erlangender Genuß, daß ich immer wieder in die Nähe des totwunden Stieres ging.
Noch zwei Schüsse gab ich ab, doch anstatt aufs Blatt auf die Hinterschenkel, ich konnte nicht ausmachen, wo vorn, wo hinten war; erst als der Büffel weiter stürmte, merkte ich meinen Irrtum. Dann wurde das Gras so dicht, daß ich erst etwa auf sechs Schritt erkennen konnte, wenn der Stier vor mir stand. —
Ich sah die Gräser, die von seinem Atem bewegt wurden, — — — ging noch näher und sah den nassen Grind, - — die Nüstern, — — — die dunklen Lichter, — — — die gescheitelten Hörner, als er plötzlich unter lautem Krachen des trocknen Grases wild fauchend losbrach.