Nach dem Essen saßen wir in bequemen Stühlen auf der Veranda, und mein Gastgeber lockte durch Pfeifen eine große Zahl kleiner Vögel und wilder Tauben heran, die so zahm waren, daß sie aus der Hand fraßen.

Auf dem Rückwege nahm ich unter dem Wasserfall ein Bad, dann segelte mich ein alter Neger in seinem Einbaum mit gutem Winde über die Korallenriffe hinweg an Bord zurück.

Mir wurde erzählt, daß in den Bergen der Inseln eine ganz besondere Vegetation zu finden sei: der tropische Urwald mit riesigen Bäumen und seltenen Holzarten. Das mochte man kaum glauben, wenn man vom Ankerplatz des Schiffes aus nach den Höhen der Granitfelsen hinaufsah.

Die trockenen Reiser, die dort oben sichtbar wurden, wenn die vom Winde bewegten Nebel ein Fenster offen ließen, sollten große tote Bäume sein?

Unter Führung schwarzer Holzarbeiter stieg ich eines Morgens hinauf und stand nach vierstündigem Klettern auf dem höchsten Punkt der Insel, dreitausend Fuß über dem Meere.

Urwald umgab mich hier; Laubbäume, von denen Tautropfen fielen, große Baumfarren und Moos.

Zwischen den lebenden Stämmen standen riesige unbelaubte Eisenholzstämme; seit Jahrzehnten abgestorben trotzte ihr zähes Holz den Einflüssen der Witterung.

Über die Wipfel der Bäume hinweg sah ich den Horizont.

Insel im Meere! — Rundum suchte der Blick nach fernem Land; die weite, bewegte Flut trennte mich von der Heimat und von der Fremde.

Die Heimat mit ihrem Wissen, Verarbeiten und Erziehen machte mich hungrig nach der Fremde! Und Freude an der fremden, bunten Welt hier draußen lockte mich am frühen Morgen hinaus. Da sah ich das Meer, im Morgenlicht; die erwachende Tierwelt und die Menschen, die die Tagesarbeit vorbereiten.