Ich gab ihm eine Kugel in das Gehirn; er brach auf der Stelle zusammen. Die Herde drängte in das tiefere Wasser und warf eine hohe Welle vor sich auf; die beiden am Ufer stehenden Tiere stürzten sich von oben in den Fluß und folgten der Herde.

Ich band den erlegten Bullen mit Schilf am Ufer fest und ging zu meiner Hütte zurück.

Als ich beim Abendbrot saß, brüllte dicht neben mir im Wasser noch ein Flußpferd.

Das Dorf, dessen Bewohner mir hier eine kleine, saubere Rasthütte gebaut hatten, lag dicht am Strome. Die Leute waren dem Strome gefolgt, der sein Bett vor einigen Jahren hierher verlegt hatte, und wohnten noch nicht lange an dieser Stelle; noch keiner der angepflanzten Bäume war mehr als drei Jahre alt.

Die Neger in diesem Orte waren sehr freundlich zu mir. Sie hockten im Kreise um ein kleines Feuer mitten auf der Dorfstraße und erzählten sich etwas.

Ich setzte mich im langen Stuhl in ihre Nähe und hörte zu. Sie klagten, die Flußpferde ließen keinen Halm auf ihren Feldern wenn das Feuer bei den Wachthütten einmal ausgehe.

Nach einer Weile trennten sich einige Leute von der Gruppe und sagten, sie müßten in die Schamba gehen, um Wache zu halten.

Kurz entschlossen hängte ich meine Büchse um und ging mit ihnen.

Das war eine der eigenartigsten Nächte, die ich auf afrikanischem Boden erlebte! Die Klarheit des Himmels, die scheinbar unendliche Masse des hohen Schilfes, in die die Neger barfuß, mit vorsichtigen Tritten hineingingen; das schrille, ohrenbetäubende Zirpen der Zikaden die, wenn wir näher kamen, ganz plötzlich verstummten; die vielen kleinen Hütten auf hohen Pfählen, an denen wir vorbeikamen, und aus denen jedesmal eine Menschenstimme Antwort gab: Das machte auf mich einen so tiefen Eindruck; denn es war ein Stück von der Geschichte des Elefanten, des größten Wildes der Erde.