Auf den umstehenden Bäumen saßen Hunderte von Aasvögeln und warteten, bis irgend jemand die Decke des Dickhäuters durchschlagen würde. Der riesige Leib war in den vierundzwanzig Stunden mächtig aufgetrieben, und als er geöffnet wurde, schwoll der Magen wie ein Ballon heraus. Da näherte sich ein Witzbold vorsichtig von der Rückenseite und stach mit seinem Messer kurz in die gespannte Wand. Es gab einen lauten Knall, der Ballon platzte, und der Mageninhalt flog weit herum, zum großen Vergnügen der Zuschauer.

Merkwürdig war, daß das Hinterbein des auf der Seite liegenden Elefanten frei in der Luft schwebte und selbst das Gewicht mehrerer Menschen tragen konnte, ohne nach unten gedrückt zu werden.

An dem ersten Elefanten gab es noch vieles andere zu sehen: Die Proportionen des Tieres, die Beschaffenheit der Haut (die viel schwächer ist, als die des Flußpferdes), die Größe der Ohren, die Muskulatur des Rüssels und die Form des Greifers (des Rüsselendes, in das die Nasenkanäle münden).

Die Neger sprachen über den Elefanten und teilten sich mit, was sie von ihm wußten. „Der ißt keine Kürbisse mehr,“ sagte einer. „Aber sein Freund“ (ndugu), ein anderer. „Er schläft nie liegend,“ „er legt sich nie hin, weil er dann nicht wieder aufstehen kann.“ „Er legt die Zähne auf einen Baum, wenn er schlafen will; weil sie schwer sind.“

Sie betrachteten den Rüssel —, „damit greift er sich Mangos,“ „und trinkt Wasser,“ „und gräbt Löcher.“ Ich sah mir an, wie die Zähne herausgehauen wurden.

Der linke Zahn war kürzer als der rechte und trug an der Spitze Bruchstellen. Die Schwarzen nannten den linken Zahn „gumbiro“, den rechten „lugori“ und sagten, mit dem gumbiro arbeite der Elefant, den lugori hätte er bloß zum Schmuck; der sei sein Vermögen (mali).

Bei allen Elefanten, die ich geschossen und gesehen habe, war der linke Zahn kürzer als der rechte. Der linke war meist stärker und abgenutzt; der rechte endigte in einer langen, glatten Spitze. Oft war der linke Zahn sogar ganz abgebrochen.

Die Schwarzen schnitten mit ihren weichen, schlechten Messern die Haut und das Fleisch über den Knochenpartien ab, bis die großen Knochenwulste, in die die Zähne gebettet sind, zutage lagen. Dann wurde der Knochen mit Beilen abgesplittert. Die beiden Zähne saßen sehr fest; es forderte stundenlange Arbeit, sie zu lösen. Der obere Rand jedes Zahnes ist durch eine dünne Hautplatte abgeschlossen, unter der der große, rosarote Nerv liegt. Der ist gut anderthalb Fuß lang und geht nach unten spitz zu wie eine Rübe. Er füllt die Höhlung des Zahnes aus.