Nur noch dreißig Schritt trennten mich von dem Bullen, da wandte er sich zu mir um.
Sofort blieb ich stehen und schoß ihm zwei Schuß auf das Ohr; da beeilte sich der Elefant, der Herde zu folgen; er zeigte mir nur sein Hinterteil, so daß ich keinen wirksamen Schuß abgeben konnte, und ich schoß auf den linken Hinterfuß.
Die Herde verschwand schnell in dem hohen Grase.
Nun wartete ich auf meine Leute und nahm dann die Fährte auf. Ich hielt es für aussichtslos und war in recht gedrückter Stimmung; was nützten die kleinen Tropfen Schweiß, die hie und da an den Blättern gefunden wurden!
Wir kamen an einem hohen Baume vorbei und ich kletterte hinauf; da sah ich die Elefantenherde tausend Meter von mir entfernt im Schilf stehen.
In dem hohen Schilf hinanzugehen wäre ein bodenloser Leichtsinn gewesen, solange kein Wind wehte. Deshalb beschloß ich, auf den Nachmittagswind zu warten, der regelmäßig aus Osten wehte, und ging bis zu einem einzelnen, großen Baume, der in dem weiten Grasmeere stand, und von dem aus die Herde gut zu sehen war.
Die Jagd mit der Leiter.
Ich schickte Leute weg, die im Busch eine Leiter bauen sollten, und ließ mir Essen und die Kamera holen.
Mit der Leiter wollte ich im Schilf an die Herde hinangehen, weil es unmöglich und auch zu gefährlich war, sich der Herde zu ebener Erde zu nähern; man konnte in dem etwa drei Meter hohen, dichten Schilfgrase nicht fünf Schritt weit sehen.
Gegen drei Uhr am Nachmittag kam der Wind durch, auf den ich gewartet hatte.