Aber nach welcher Seite würde die Herde nach dem Schuß ausbrechen? Würden die Tiere in Wut kommen und mich suchen? Möglich war das nach den Schauergeschichten, die hier und da erzählt werden.
Ich stellte mich oben auf die Leiter und schoß.
Der Elefant blieb stehen; die übrigen stürmten davon. Nur mit Mühe brachte ich die Neger dazu, zu bleiben und meine Leiter festzuhalten. Aber die Leiter wackelte jetzt so, daß ich keinen ganz sicheren Schuß abgeben konnte; ich wurde hitzig und schoß abwechselnd auf den Kopf und die Schulter, weil die Schulter ein größeres Ziel bot.
Der Elefant blieb wie verzaubert stehen.
Auf den zweiunddreißigsten Schuß, einen Kopfschuß, brach er in die Knie zusammen.
Ich atmete auf: das war ja wie eine Warnung für später; wenn dieser Elefant nicht den Schuß in den Fuß gehabt hätte, wäre er mir dreißigmal verloren gegangen!
Er lag so da, daß er von vorne wie lebend aussah, wenn ich die großen Gehöre nach vorne drücken ließ; ich hätte ein sehr imposantes Bild machen können, wenn meine Platten nicht alle gewesen wären. Am nächsten Tage war ich dabei, als die Zähne ausgeschlagen wurden, und studierte den Kopf des Elefanten und die Wirkung meiner Schüsse.
Das Aushauen der Zähne war eine langwierige Arbeit, viel mühsamer als ich gedacht hatte. Die Haut, das Fleisch und die Knochenmassen um die Zähne mußten entfernt werden, und da immer nur wenige Leute gleichzeitig arbeiten konnten, dauerte es über vier Stunden, bis die Zähne zum Transport fertig dalagen.
Wenn der Neger einen Elefanten schießt, wartet er so lange, bis die Knochenhaut, die den Zahn umgibt, fault und die Zähne in den Alveolen locker werden, so daß er sie mühelos herausziehen kann. Darauf muß er beinahe vierzehn Tage warten, und wird sich dazu wohl bei dem erlegten Elefanten eine Hütte bauen, um seine kostbare Beute zu bewachen.
Schlechte Schüsse; Enttäuschung.