Er blieb oft stehen und nahm mit dem Rüssel Gras auf. Dabei krümmte er das untere Ende des Rüssels wie eine Sichel, raffte die Halme zusammen, riß ein Bündel ab und steckte es in den Mund.
Über eine Stunde war es schon hell, da machte ich die erste Aufnahme (auf fünfzig Schritt, schräg von hinten).
Zum Glück ließ ich die Kassette auf der Erde liegen — ich band ein Taschentuch daran, deckte Gras über die Kassette um sie vor Sonnenlicht zu schützen und ließ das Taschentuch darunter hervorsehen, damit die Neger, die meiner Fährte folgten, darauf aufmerksam würden.
So wurde diese Aufnahme wenigstens gerettet.
Ich hatte jetzt nur noch eine Doppelkassette (zwei unbelichtete Platten). Als der Elefant einen ganz sanften Abhang hinanstieg, lief ich nach rechts und photographierte ihn von der Seite.
Da sah ich einen anderen Elefanten von links kommen und blieb stehen, um zu beobachten, wann sich die Tiere gegenseitig bemerken würden. Als sie etwa vierzig Schritt voneinander entfernt waren, blieb der Elefant, dem ich folgte, stehen und wartete, bis der andere dicht vor ihm vorübergegangen war. Dann aber drehte er sich ganz ohne Veranlassung plötzlich um, so daß ich genau vor ihm stand, und spreizte beide Ohren. Ich hatte die große Ruhe, jetzt die Kamera zu heben, zu zielen und zu knipsen. Der Schlitzverschluß rollte auffallend laut; der Elefant hob den Rüssel und schnaubte.
Er hatte mich bemerkt.
Ich stand fünfundzwanzig Schritt vor ihm; was tun?
Ich ließ die Kamera ins Gras fallen, hob schnell die Büchse und schoß. Der Elefant brach vorne zusammen und rollte tot auf die Seite.