Da die Elefanten etwa elf Fuß hoch waren, müssen sie entweder geschwommen sein oder, wie die Neger sagten, wirklich den Rüssel als Luftleitung hochgehalten haben. Leider habe ich selbst nie Elefanten im Strome gesehen.

Zu Fuß Elefanten zu folgen, ist eine anstrengende, oft vergebliche Mühe; (zu Pferde wäre es eine Kleinigkeit). Das merkte ich, als ich Elefanten photographieren wollte. Ich mußte dazu an die Plätze gehen, wo die Elefanten bestimmt nachts ästen. Dort blieben aber die Tiere bei Tage nicht, sondern zerstreuten sich in verschiedene, ganz unbestimmte Richtungen und ich mußte ihnen dann folgen, bis gutes Licht zum photographieren war.

Die ersten Aufnahmen — die ich für die allerbesten zu halten Grund hatte — mißlangen vollständig, weil ich noch nicht dreist genug war und jedesmal zu früh zur Büchse griff, wenn der Elefant mir gefährlich wurde.

So war ich eines Morgens einem Elefanten schon in der Dunkelheit gefolgt und ging hinter ihm her, um ihn zu photographieren, sobald es hell genug würde.

Allein mit dem Riesen.

Ich ging ganz alleine; hatte die Büchse in der Hand und die Kamera umgehängt.

Meine Leute hatten den Auftrag, mir erst nach Tagesanbruch zu folgen.

Ich wollte ganz alleine sein, weil ich dann von niemand gestört wurde und weil es für jemand, der seine Sinne zusammennimmt, bei Jagd auf gefährliches Wild wirklich das Sicherste ist, allein zu gehen; denn viele Leute, viele Fehler.

Damit aber die Neger meiner Fährte schnell und sicher folgen konnten, hatte ich mir die Taschen mit Papierschnitzel gefüllt, die ich von Zeit zu Zeit fallen ließ.[24] Diese Vorsichtsmaßregel war sehr wichtig, da ich auch die Gewohnheit hatte, Gegenstände, die mir lästig wurden, abzulegen und in der Fährte liegen zu lassen, damit meine Leute sie mitnähmen, und weil man einen Unfall haben kann, bei dem schnelle Hilfe nötig ist.

Der Elefant ging ganz langsam durch den Busch und kam in eine offene Ebene mit kurzem, saftigen Gras. Ich war meist nur vierzig Schritt hinter ihm.