Ich ging näher und wartete mit der Kamera im Anschlag, bis das Nashorn den Kopf hob, und die beiden Hörner gut zu sehen waren.
Da knipste ich und blieb bewegungslos stehen, weil ein kleiner Vogel, der sich gerade auf die Schulter des Nashorns gesetzt hatte, aufflog, als der Schlitzverschluß rauschte. Das Rhinozeros hielt im Kauen inne und horchte. Nach einigen Sekunden beruhigte es sich wieder und ging langsam weiter.
Ich aber hatte in diesem Augenblick die Aufnahme gemacht, die auf [Seite 273] wiedergegeben ist.
Die muskulöse, kräftige Gestalt des Nashorns kommt darauf gut zum Ausdruck. Auf der Schulter sitzt der kleine Vogel.
In dem ungleichmäßigen, niedrigen und trockenen Grase standen einzelne grüne Schlingpflanzen, die das Nashorn aufnahm.
Ich war jetzt so nahe, daß ich das Kauen hörte und machte eine Aufnahme schräg von hinten. ([Abbildung Seite 283.])
An der Umgebung, den Büschen im Hintergrund, kann man sehen, daß dieses Bild kurz nach der [Aufnahme Seite 273] gemacht ist.
Dann ging ich vorsichtig zu meinen Leuten zurück und holte mir neue Kassetten.
Die Neger waren weniger erstaunt als entrüstet über meine Dreistigkeit. „Haifai bana,“ sagten sie: „das hat keinen Zweck,“ und Muarico machte ein sehr ernstes Gesicht und sagte, ich würde dabei getötet werden.
Als ich mich wieder mit aller Vorsicht in die Nähe des Nashorns gepirscht hatte und ihm folgte, durchquerte ich eine kleine Talmulde mit kniehohem, hellem, ganz trockenem Grase.