Das Nashorn wurde in viele Fleisch- und Felllasten zerlegt.

Am Nachmittage ging ich zu meinem großen Lager am Bergbache zurück und erwartete ungeduldig den Abend, um die seltenen Aufnahmen entwickeln zu können.

Am 9. September 1906, abends um acht Uhr, erschienen die Umrisse des plumpen Tiers, das ich noch am Morgen desselben Tages lebend so dicht vor mir hatte, auf der Platte. Ich ließ die Platten, als sie endlich zum Trocknen auf dem Bett lagen, nicht aus den Augen und schrieb in meiner Müdigkeit nur das Datum und die Uhrzeit in mein Tagebuch, als ob dieser schöne Jagderfolg ein historischer Moment sei.

Um zwei Uhr in der Nacht packte ich die getrockneten Platten in den Blechkoffer und ging zu Bett.

[34] Impallahantilopen.

[35] Hier mache ich für alle Fährtensucher die Bemerkung, daß dies Pirschzeichen beim Nashornbullen anders ausfällt als bei anderem männlichen Wild.

[36] Es ist anzunehmen, daß die Flucht der Zebras dem Nashorn eine Warnung war; denn die Zebraherde ist vor mir flüchtig geworden, und hätte sich um das Nashorn allein wahrscheinlich gar nicht gekümmert.

Das Nashorn merkte also, daß die Zebras beunruhigt waren und schlug deshalb eine andere Richtung ein.

[37] Die Wunde ist auf dem [Bilde Seite 273] zu sehen.