Immer öfter kamen die Eingeborenen zu mir und baten, ich sollte ihnen Wild schießen; sie müßten sonst auswandern, wenn sie nicht Hungers sterben wollten.
Da beschloß ich eines Tages, den Leuten zu helfen und einen Elefanten zu schießen. Ich wollte zu gleicher Zeit mit einem Vorurteil brechen, das sich seit einigen Jahrzehnten in dieser Gegend eingebürgert hatte: daß Elefantenfleisch nicht eßbar sei. Da ich selbst schon einige der großen Dickhäuter erlegt hatte, nahm ich Unteroffizier Lauer mit, der gerne einen Elefanten schießen wollte, sich aber dazu allein nicht genug Jagderfahrung zutraute.
Wir gingen an einen Platz, an dem ich öfter Elefanten gesehen hatte, ohne ihnen etwas zu Leide zu tun. Dort angekommen, waren wir kaum eine Viertelstunde gepürscht, als ein großer Elefant vor uns stand, mit nur einem, jedoch sehr starken Zahn.
Ich beschrieb meinem Begleiter am Kopf des Riesen genau die Stelle, auf die er schießen sollte. Er ging bis auf zwanzig Schritt hinan; ich stand hinter ihm, um nötigenfalls mitschießen zu können. Aber es war nicht nötig; Lauer schoß ganz ruhig, und der Elefant brach auf der Stelle zusammen: die Jagd war beendet.
Elefantenfleisch als Nahrung.
Wir gingen zu unsern Zelten und machten es uns bequem. Da kamen, wie wir erwarteten, die Neger, denen ich Fleisch versprochen hatte und fragten, ob ich nicht einige Antilopen schießen wollte?
„Nein, erst wenn der Elefant aufgegessen ist.“
„Wir essen kein Elefantenfleisch.“
„Dann habt ihr auch keinen Hunger.“
„Wir sterben vor Hunger, aber Elefant zu essen, ist nicht Sitte.“