Ich folgte einer Negerin, die einkaufte.
Sie nahm ihr Körbchen vom Kopfe und suchte sich eine halbe Kokosnuß aus; sorgfältig und sauber geöffnet lagen die Nüsse da; dann kam sie zu einem Händler, der fein geriebenen Tabak feilhielt. Das Quantum für je ein Pesa war in Papier gewickelt. Sie nahm aus einer Schale eine Probe und wischte den Tabak hinter die Unterlippe, dasselbe wiederholte sie bei dem nächsten Händler. Hier schien es besser zu schmecken; sie zahlte die Kupfermünze und nahm ein Päckchen. Dann wurde mit ähnlicher Sorgfalt ausgewählt: Mohogo, Fisch und anderes.
Jede Ware ist in kleine Portionen geteilt. Feilschen ist überflüssig, dennoch ist ein ohrenbetäubendes Reden, Lachen, Zetern und Schreien in der Halle. Askari, schwarze Polizisten, die Goanesenköche der Hotels drängen sich zwischen Leuten aus der Karawanserei und den vielen buntgekleideten Weibern.
Phot. aus Daressalam.
Negerkinder auf der Straße, beim Essen.
An Früchten liegen dort besonders Bananen, Lemonen, Papayen, Ananas, Zuckerrohr, Mohogo; auch Bohnen und Zwiebeln. Wer sich genauer für die Produkte interessiert, findet viele Dinge, die ihm neu sind.
Da werden auch gebleichte Blätter der Phönixpalme (zur Herstellung von Matten) verkauft und Wurzeln, aus denen der Farbstoff zum Färben des Flechtmaterials gewonnen wird.
An seltsamen Fischen sieht man: die großen Stachelrochen, mit meterlangen scharfkantigen Schwänzen, Tintenfische und Haie.