Ich folgte dorthin und stieg, durch Klippen gedeckt, auf eine Höhe.
Unter mir lag eine kleine, grüne Wiese zwischen Steinabhängen; darin standen auf höchstens fünfzig Schritt etwa zwölf rote, blanke Böcke mit stolzen Gehörnen.
Gefesselt von diesem Anblick ließ ich mich von dem Rudel von einem Tal in das andere führen und sah plötzlich den Fluß mit breiten, steinigen Ufern unter mir.
Auf den tongrauen, glänzenden Steinplatten standen Impallahantilopen; zwischen ihnen gingen Paviane einher; es war ein seltsames Bild, dies Zusammenleben zweier so verschiedener Tierarten.[53]
Am jenseitigen, steilen Ufer hinauf flüchtete ein Rudel Wasserböcke in weiten, kräftigen Sprüngen.
Der Fluß durchströmte jetzt in der Trockenzeit ein tiefes, tunnelartiges Bett in der Mitte des gewaltigen Steintals.
Eine große Flußpferdherde ruhte unbeweglich in dem Wasser und die Rücken der Tiere sahen aus, wie die Steine in ihrer Umgebung.
Drei Tage später kam ich in Mtanza an. Die Aufständigen hatten meine Abwesenheit benutzt und waren auf eine Insel eingefallen, hatten geplündert und Weiber geraubt. Zu gleicher Zeit war Bezirksamtmann Graß von Mohorro aufgebrochen; ich traf ihn in Mayenge und wir machten einen Zug in den westlichen Teil der Kitschiberge.