Man kann übrigens das Datum leicht vergessen, wenn man im Busch lebt und ein paarmal nicht Tagebuch schreibt. Bald marschiert man morgens, bald abends oder gar in der Nacht. Das Zelt steht an vielen verschiedenen Plätzen, und das zurückrechnende Hirn kann die zugehörigen Tage nicht mehr finden.
Oft helfen die Boys oder Askari, oder der Bote, der ein Telegramm bringt, wird gefragt, wieviel Tage er gegangen sei; wie oft er geschlafen habe?
Mich hat es nie sehr gekränkt, wenn ich den Irrtum merkte. Es ist ein Zeichen großer Freiheit, wenn man das Datum vergessen darf ohne Schaden davon zu haben.
Wie würdig waren auch die Schenzi, die von der Stundenzahl des Tages nichts wußten und die auf die Frage:
„Wie lange geht man von hier bis Turuma?“ antworteten: „Wenn du jetzt weggehst, bist du bei Sonnenuntergang da.“
Sie zeigten den Weg, den die Sonne zurücklegt, das war ihre Zeit.
Oder sie sagten: „Wenn die Hähne krähen“, und in anderen Gegenden: „Wenn der Tau die Gräser verläßt.“
Glückliches Volk!
Überschwemmung.
Es war jetzt die Zeit, wo sich die ersten großen Regengüsse des Innern am Wasserstand des Stromes bemerkbar machten.