Das Wasser floß durch die Maisfelder. Viele Enten, Gänse, Reiher und Taucher schwammen auf dem flachen Wasser und flogen in den Abend- und Morgenstunden zu hunderten über der Ebene. Unzählige Holztauben flatterten in allen Feldern.
Abreise.
Während ich zur Abreise rüstete und das Lager auflöste, war ich oft mit der Schrotflinte in den Feldern, um Enten und Tauben zu schießen. Dabei kam ich einmal an eine Hütte, von der aus ein Boot mich über einen tiefen Wasserarm brachte. Der Fährmann warnte mich, als ich die Hände über Bord hielt und sagte, ein ganz gefährliches Krokodil sei in der Nähe; das Tier habe schon viele Menschen geholt; vor kurzem erst seinen Vater und seinen Bruder. Er selbst hatte eine große Wunde von dem Biß des Krokodils, das versucht hatte, ihn aus dem Boot zu ziehen. In der Trockenzeit, sagte er, sei das Tier in einem ganz kleinen Teiche; es sei fast nie zu sehen und richte seit Jahren schon Schaden an.
Das war ganz in der Nähe meines Lagers und niemand hatte bisher davon erzählt, weil, wie mir dieser Mann sagte, gegen das Ungetüm doch nichts zu machen sei! Wie schade: zu gerne hätte ich das gefährliche Tier erlegt; doch es war nur in der Trockenzeit möglich.
Der Tag der Abreise kam.
Das Lager wurde geräumt; das große Haus und die Hütten zwischen den Wellengräben und Pallisaden blieben nun leer zurück.
Ein Teil der Leute mußte auf dem Nordufer über Land gehen, weil nicht genug Boote da waren. Die Neger stellten sich beim Rudern so ungeschickt an, daß Lauer und ich selbst die kurzen Ruder nahmen und unter großer Anstrengung mehrmals hin- und herruderten.
Fieber.
Als wir am Nachmittage stromab fuhren, fühlten wir in allen Gliedern große Mattigkeit, gegen die wir energisch anzukämpfen versuchten. Deshalb gingen wir gegen Abend ans Ufer und machten einen Pirschgang bis zur Dunkelheit.