Das Schilfgras reichte weit in den See hinein; ein Saum hochstämmiger Kokospalmen stand am anderen Ufer.
Im Wasser spiegelten sich die Sterne des Tropenhimmels zwischen düsteren Pflanzen.
Quer auf dem Arabersattel sitzend, sah ich noch eine Weile zurück, bis das gewohnte Landschaftsbild mich umgab.
Einmal ging es steil bergan, da hielt der Esel und drehte plötzlich um. Ich ließ ihm seinen Willen; er ging einige Schritte zurück und dann seitlich durch das Gebüsch auf einen wenig betretenen Steig. So umging er die Steigung und kam auf den breiten Weg zurück.
Das selbständige Handeln des Tieres überraschte mich. Der kleine Bengel, der sich mir angeschlossen hatte, sagte: „Er will nicht fallen, deshalb sucht er sich seinen eigenen Weg!“
„Ein famoses Tier,“ antwortete ich.
„Es ist der Esel des Jumben,“ entgegnete der Bengel stolz.
Am Strande der Tirenibucht wieder angekommen, machte ich mit langen, brennenden Palmwedeln Feuersignale, die mit den Lampen des Nachtsignalapparates vom Kriegsschiff aus erwidert wurden; ein Ruderboot kam und holte mich an Bord.
In der Messe saßen noch mehrere Kameraden und feierten die Ergebnisse einer Perlhuhnjagd, die am Nachmittage stattgefunden hatte.
[2] „Der wiedergewonnene Weltteil. Ein neues gemeinsames Indien“. Berlin 1876. Andere Schriften sind: