So legten wir uns denn, wie wir waren, auf dem Wege nieder und schliefen ohne viel Erquickung; es war kalt und der Morgenwind stieß uns mehrmals unfreundlich an.
Beim ersten Morgenlicht gingen wir schnell vorwärts; durch Mohogopflanzungen und verlassene Dörfer, deren naturfarbene Strohdächer friedlich aus dem Grün heraussahen. Alle Herdstellen waren kalt; alle Fährten gingen weiter in die Berge hinein.
Die Besitzung eines Arabers war stark verwüstet, die Häuser niedergebrannt und das Hausgerät zerschlagen. Der Besitzer, der mit uns ging, wütete und suchte unermüdlich nach Spuren der Aufständigen, um sich zu rächen.
Als ich nach mehrstündigem Marsche, ohne einen Feind getroffen zu haben, umkehrte, schwärmten die Araber in die Felder und setzten den roten Hahn auf alle Dächer der weit verstreuten Hütten. Fast ohne Rauch stiegen die Flammen empor; in starkem Gelb und Rot gegen den blauen Himmel.
Mit einem Feuerbrand in der Hand ging ein hochgewachsener, schneeweißgekleideter Araber zwischen den Hütten und förderte das Zerstörungswerk. Es war ein Bild aus den Zeiten als die Hand der braunen Söhne Maskats in diesem Lande herrschte.
Bei Mohorro.
Erst gegen Abend erreichten wir müde und verstimmt unsere Quartiere in Mohorro. Der weite Marsch hatte die meisten Matrosen sehr angestrengt; einige waren stundenlang barfuß gegangen, weil ihnen die Füße in den Segeltuchschuhen schmerzten. Die folgenden Ruhetage taten uns gut.
Eines Tages kam Hauptmann Merker nach Mohorro. Er hatte, um die Aufständischen zu treffen, in den Matumbibergen schwierige Märsche gemacht.
Sein Lager war auch nachts beschossen worden, und er riet uns, für einen Nachtangriff jederzeit gerüstet zu bleiben.