Gefechte am Rufiyi.
Die Nacht ließ mich das traurige Ereignis des letzten Tages vergessen; am nächsten Morgen waren wir frühzeitig unterwegs, um von neuem in das unbekannte Land zu ziehen und Rebellen aufzuspüren. Ein Graben wurde mit Hilfe eines kleinen Kanoes überschritten. Dann ging es durch dunklen Wald, bis verlassene Hütten auftauchten.
Der Akide empfahl, hier Feuer anzulegen, als Strafe für die Aufständigen, und sagte auf mein Bedenken hin, man würde den Feuerschein nicht weit sehen in dem Morgendunst.
Zerstörte Dörfer.
Die Askari rissen trockene Blätter aus der Dachbedeckung, entzündeten sie und hielten den Feuerbrand im Weitergehen unter jedes einzelne Strohdach. Schnell kletterten die Flammen empor und breiteten sich aus.
Am Ende des Dorfes machte ich Halt und blickte auf das schauerlich schöne Bild. Zwischen den brennenden Häuserreihen marschierten meine Leute hervor. Die Flammen beleuchteten rundum den Wald und den Dunst der Luft. Sparren krachten und Dächer stürzten ein.
Zehn Minuten hinter dem brennenden Dorf war schon nichts mehr von dem Feuerschein zu sehen, weil der Platz im Walde versteckt lag.
Als es hell wurde, öffnete sich der Blick auf eine Schilfniederung, in der einzelne kleine Hütten verteilt lagen. Dahinter blickte das Silberband des Stromes hervor.
Schamben (Pflanzungen der Neger) waren da und dort zu erkennen; an dem frischen Morgen glaubte man ein weites, fruchtbares Land vor sich zu sehen —. Und dies Land ist auch fruchtbar.