KLEIN-ELLI UND DIE KRITIK

DIE zweijährige Elli wandte sich an den fünfjährigen Ferd mit den Worten: «Du, das eine kann ich dir sagen: So jung ich bin — mehr Lebenserfahrung als du habe ich auf jeden Fall!»

Ferd war platt.

Und darauf beruhte Ellis Spekulation: man braucht dem andern nur etwas himmelschreiend Überlegenes zuzuschleudern, und sofort hat dieser weniger Lebenserfahrung — vorausgesetzt, er fällt hinein.

Ferd war hineingefallen, und die zweijährige Elli war um eine Lebenserfahrung reicher.

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Ein Rezensent erklärte Obiges für Quatsch. Er dahlte von sinnloser Originell-sein-Wollerei-um-jeden-Preis und stellte mich als unzurechnungsfähig hin.

Ich gab die Rezension der zweijährigen Elli. Sie sprach: «Siehste, Onkel Reimann, ich hab’ dir’s gleich sagen wollen: schreib das nicht auf, die Kritiker erklären es doch für Quatsch. Hättste nur auf mich gehört.»

Das sah ich ein und faßte den Beschluß, wenigstens diese zweite Äußerung der zweijährigen Elli dem rezensierfähigen Publikum vorzuenthalten.

«O (JUHU!) JUHUGENDZEIT!»