Ich empfehle zwecks Erholung und Reinigung der hirnlichen Zustände das folgende barbarische Mittel: kauft euch Dr. H. Loewes spanische Unterrichtsbriefe und lest darin! Lest darin, ohne spanisch lernen zu wollen!

Lest die Sätze:

«Die Welt ist groß. Ihr habt ein Stiergefecht in Sevilla gesehen. Der boshafte Räuber nimmt das Geld weg. Ich habe die Witwe des Generals geküßt. Das schöne Fräulein hatte einen unglücklichen Vater. Sie erzürnten den Zwerg, indem sie Bohnen in sein Gesicht warfen. Der Allmächtige erhält die Welt, welche er erschuf. Du gibst mehr Geld aus, als nötig ist. Seid immer fleißig und aufmerksam! Die Kartoffeln wurden im Jahre 1580 nach Europa gebracht. Wie kannst du über das Unglück anderer lachen?»

Je mehr ihr dieser weltgebornen Sätze leset, um so weiter werden eure Herzen von der modernen Literatur hinwegrücken!

(Oder etwa nicht??)

SCHERZHAFTE NOVELLETTE

DER Schreibtisch liegt im Scheine der flackernden Kerze. Im Ofen knistert das Holz. Draußen ist kohlrabenschwarze Nacht.

Ephraim schreibt an einer Novellette, die folgendermaßen anhebt:

«Der Schreibtisch liegt im Scheine der flackernden Kerze. Im Kamine knistert das Holz. Draußen ist kohlrabenschwarze Nacht.»

Der Anfang dieser seiner Novellette hat vielerlei für sich. Vor allen Dingen ist er von unanfechtbarer Wahrhaftigkeit und Sachlichkeit — bis auf den Kamin, der durch einen ordinären Ofen repräsentiert wird.