DIESES Sprichwort ist eine hundsgemeine Lüge.

Der Privatdozent Kladderosinenzagel mußte es am eigenen Leibe erfahren.

Er, den wir um der Kürze willen K. nennen wollen, machte sich an einem Ferientage auf die denn doch nicht mehr so eigentlich ganz naturfarbig genannt werden dürfenden Socken, um gen Rom zu fahrten.

Er, K., fußte auf dem Sprichwort: Alle Wege führen nach Rom.

K. wanderte, mit reichlichem Mundvorrate und einer leeren Thermosflasche ausgestattet, einen vollen Nachmittag lang.

Reiseziel: Rom.

Es führen aber mitnichten alle Wege nach Rom.

Der Weg, den K. einzuschlagen für ratsam befunden hatte, hörte plötzlich auf, ein Weg zu sein und verwandelte sich in eine Wiese, auf welcher notgedrungen sieben Kühe — die Verkörperung der fetten Jahre — sich an ihrem Anblicke und dem saftigen Grün weideten.

Und K. stand hinter einer Tafel, die von vorn zu besichtigen er nicht umhinkonnte.

Die Tafel bezog sich auf den Weg, welchen K. zurückgelegt hatte, und trug die Aufschrift: «Verbotener Weg».