Hurra!

Für Kaiser und für Reich!

Reinhold Fuchs.

(Aus: „Strandgut“. Stephan Geibel, Altenburg.)

I. Geschwader im Sturm.

Der Pflicht getreu bis in den Tod.

Wenn zur Sommerzeit die Reisenden aus dem Binnenlande die Reichskriegshäfen aufsuchen, um einen Einblick zu gewinnen in Deutschlands Flotte, dann beachten sie auf ihren Rundfahrten durch die Häfen besonders die Torpedoboote, die Blitzboote, die zu Dutzenden an einer verborgenen Stelle des Hafens zusammenliegen. Ruhig und friedlich liegen sie beieinander; aber wehe, wenn sie losgelassen werden und in schneller Fahrt das Wasser durchfurchen! Dann glühen die Feuer, und der dicke, schwarze Rauch fliegt aus den Schornsteinen, die Sirenen gellen, und dahin fahren die Boote wie wildgewordene Tiere. Wehe dem Feinde, dem sie auf kurze Entfernung nahekommen, um auf ihn den verderbenbringenden Torpedoschuß abzugeben!

Die Torpedoboote bilden eine der jüngsten Waffen der Marine, sie sind unheimlich und furchtbar. Eine ungemein starke Maschine verleiht den schlanken und rasch lenkbaren, leicht gebauten Booten eine große Geschwindigkeit; die Schnelligkeit ist ihre einzige Waffe im Kampfe gegen Panzerriesen, die die Torpedoboote mit Schnellfeuer und Maschinengewehren gar leicht in den Grund bohren können.