Mainz 1909 · Verlag von Jos. Scholz
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Inhaltsverzeichnis
| [5] | Abendruhe |
| [7] | Schwarzwaldtanne |
| [9] | Schwarzwaldhöhen |
| [11] | Lichterfülltes Tal |
| [13] | Der Bach im Tal |
| [15] | Taunuskastanien |
| [17] | Taunusbild |
| [19] | Stille vor dem Sturm |
| [21] | Die junge Donau |
| [23] | Weiden am Rhein |
| [25] | Die Birke |
| [27] | Auf dem Pilatus |
| [29] | Oberitalienischer Frühling |
| [31] | Frühling bei Rom |
| [33] | Der Garda-See |
| [36] | Kind und Schicksal |
Der Name Thoma hat für den Deutschen heut einen guten und heimeligen Klang. Es ist uns bei seinem Namen, als sähe uns jemand an mit treuen, deutschen Augen, in denen unendliche Güte und Liebe liegt, Güte für die Menschen und Liebe zu allen Dingen, die um uns sind, die wir von Kindheit her uns gewannen mit suchender, staunender Seele. All das, was uns lieb und wert ist, das zeigt uns Thoma in seiner Kunst, ja er erschließt es uns erst, bringt uns zum Bewußtsein, was in uns schlummerte, daß nun unsere Seele mitschwingt und mitzittert, wenn er das vor uns stellt und sagt: Sieh da, das habe ich geschaut, das habe ich mit liebendem Sinn in mir getragen, und nun will ich’s euch geben, daß es euch freue, wie es mich gefreut hat.
Aus der Freude an den Dingen ist ja Thomas Kunst geboren. Er ist ein rechter Genosse der Dürer, Schwind und Richter. Es ist das Unaussprechliche in seiner Kunst, das jeder, der unseres Volkes ist, mit seinem Gefühl umgreift, das sich ahnungsvoll in unsere Seele stiehlt und uns froh und glücklich macht.