Sie wandte sich wieder an Kuhlemann. „Sag’ mal, Du hast nicht einen Nickel für mich? Zu einer neuen Schleife für den Ball am Sonntag. Kommste mit zum Ball, Schätzchen?“

Er drehte ein zerfetztes Portemonnaie um vor ihren Augen: „Da sieh.“ ... Der Fuhrmann warf einen Thaler auf den Tisch. Hart klang das Metall auf der Holzplatte. Alle sahen auf. Frau Matzke hatte ihren Besen, mit dem sie die Scherben zusammenfegte, hingestellt.

Die Lene war näher gekommen wie ein naschhaftes Kind. Der Thaler lag da, und blinkte – brutal, schmutzig gleissend. Sie sog lang den Athem ein.

„Du rührst nicht dran!“ schrie Fritz Kuhlemann.

„Wenn man selber keinen Pfennig hat, hat man nichts dreinzureden,“ entschied Frau Matzke schneidend.

Der Andre wartete, schwerfällig, lauernd, wie ein Jäger, der das Wild in der Falle hat.

„Ich schlag’ ihn todt!“

Ein scharfes Lachen der Frau traf den Burschen wie ein Hieb.

Das Mädchen war wie ein lüsternes Mäuschen noch näher gekrochen. Die feinen Zähne blinkten zwischen ihren gespitzten Lippen hervor.

Der Trunkenbold machte einen scheusslichen Witz: „Wer das Geld hat, hat das Recht,“ bestimmte Frau Matzke.