„Vielleicht doch noch nicht so ganz,“ sagte der junge Mann kalt.
„Es giebt auch noch ein Drittes.“
– „Sagen Sie mal, sind Sie glücklich?“
„Befehlen Sie Thee oder Kaffee, Baronin?“
Jemand, ein älteres Fräulein, sagte, dass alle Völker eine Familie wären, Deutsche, Franzosen, Juden. Sie hatte „Die Waffen nieder!“ der Baronin Suttner gelesen und schwärmte für Völkerverbrüderung.
„Das ist doch eine etwas grosse Familie,“ sagte der Lieutenant von Detten zu seiner hübschen Nachbarin. „Ich goutire Juden nur allenfalls als Schwiegerväter.“
Der Candidat fand, man dürfte nicht Antisemit sein vom Vernunftstandpunkt aus. Aber man wäre es physisch.
Der Superintendent drohte ihm mit dem Finger: „Wir sind Alle Brüder und unser Herr Christus kam von den Juden.“
Der Prinz erzählte eine amüsante Anekdote [pg 108]von einem Orientalen, einem befreundeten Pascha, der alle Hufthiere verabscheute, weil er selbst einen Klumpfuss hatte.
Der Blaustrumpf unterhielt sich über Frauenfrage mit einem Gymnasialprofessor. Er hatte einen schmutzigen Hemdkragen an und kaute seine Nägel: „Nun gewiss, auch Frauen haben eine Seele,“ sagte der Professor zerstreut. „Das heisst – Seele! –“ er lachte sardonisch. Er hatte Lust, auf den Fussboden zu spucken. Aber er besann sich. Man hatte ihn eingeladen, weil er in den Wahlvereinen wichtig war.