Er fühlte die feuchten wehenden Haare der Hexen hinter sich, ein lascives Gelächter nackter Trollen und Faune. Sie ritten mit entsetzlichen, unbeschreibbaren Gesten. Die Jungen waren hübsch mit traurigen Augen. Die Aeltern waren noch schrecklicher, schwarz, Aeser geworden in der lebendigen Verwesung ihres Lasters.

Er wusste nicht mehr, was er hinter sich herzog. Einen Cadaver. Ein Aas in Fetzen. Einen Lumpen ...

Er hörte nur noch das Brüllen des Wassers, fühlte die Feuchtigkeit. Steine rollten mit ihm bergab. Sie hüpften, kugelten, kollerten, surrten. Hohhi hoh! Er hetzte die Rappen zum Todessprung.

Plötzlich standen sie kerzengerade. Der ganze Himmel flammte im Feuer. Er schien zusammenzukrachen von allen Seiten, zu bersten, zu schüttern, zu schwingen ...

Wie ein eiserner Vorhang, ganz von Eisen, schwarz, und schwer vom Gewicht aller Himmelsgewölbe klappte der Donnerschlag.

Dann nichts mehr. Dunkelheit.

Eine Hand hielt seine Hand gefasst. Er versuchte die andre gegen seine Stirn zu führen. Sie war warm vom Blut. „Wohin führst Du mich?“

„Wohin Du nicht gewollt hast – Paulus!“


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