Man schenkt mir sehr viel Zutrauen.

Neulich war ich allein mit ihr. Es hatte sich ganz zufällig so gefunden.

Sie schien ängstlich zu werden, im unbestimmten Gefühl von etwas Aussergewöhnlichem, Nahendem.

Ich bemühte mich, ganz Gleichgültiges zu sprechen, wo ich ihr doch am liebsten zu Füssen gefallen wäre.

Eine kleine Episode, die mich ausserordentlich gerührt hat.

Ich habe Mathildens Stübchen gesehen.

Ich kam wohl zu etwas ungewöhnlicher Stunde. Gesellschaftsklug werde ich ja nie. Frau von B. war im Hause thätig, mit vorgebundner, grosser, weisser Schürze. „Wir haben die Gardinen neu aufgemacht in Mathildens Stübchen.“

Ob sie meine Gefühle ahnte? Sie liess mich in der Thüre stehen, während sie selbst am Fenster den bauschenden, weissen Mousseline ordnete.

Ein kleines Nestchen, ganz weiss in weiss. Über dem Bett die Raphaelschen Engelsköpfchen, – ein Bücherbrettchen, Geibel, [pg 51]Frauen-Liebe und Leben, Schillers Werke, Ekkehardt, Irrlichter, ein paar englische Tauchnitzromane ...

Wie soll ich es nur anfangen, dies zarte Gebilde nicht zu zerstören, zart genug zu sein, hochherzig, ritterlich!