Damit flog der Brummer auf, wirthschaftete im Zimmer hin und her und sang so hoch er konnte; aber es war doch immer nur die alte Tonart.

– Nun, was sagst Du jetzt? fragte er, sich wieder auf den Tisch setzend.

– Ich will nicht mit Dir streiten, aber ich kann doch höher singen; das ist so meine Natur... Simm, simm, simm! rief der Theekessel und sang die höchsten Töne, denn je heißer ihm ward, desto höher mußte er singen.

– Oho! So hoch kann ich auch! Was ist wohl die Natur gegen die Kunst! rief der Brummer.

Und abermals flog er auf, aber es ging doch immer nur summ, summ! Der gute Brummer sang einen erschrecklichen Baß. Der Theekessel jedoch stimmte noch höher mit ein und ließ dabei aus dem kleinen Loch in seinem Deckel den Dampf in die Höhe steigen.

Brummer sah wohl ein, daß er nicht so hoch kommen könne, aber er wollte es doch nicht zugestehen.

– Laß uns noch einmal von vorn anfangen, sagte er; ich werde anstimmen!

Und wieder flog er auf und machte summ, summ, und der Theekessel ließ seinen Dampf aufsteigen und machte simm, simm! noch einmal so hoch als vorhin.

Das war dem Brummer doch zu toll; in seinem Aerger umkreiste er den Theekessel.

– Komm mir um Gotteswillen nicht zu nahe, denn ich bin sehr heiß! warnte ihn der Theekessel.