»Steig herunter, Zusch, du erschlagst dich!«

»Ich sterb nit. Ich werd hundertfünfundzwanzig Jahr alt und fahr dann gleich ins Himmelreich, weil ich eine reine Jungfrau blieben bin.«

»Die Nacht ist nit warm,« hub der Dullhäubel listig an, »sogar dem Blaumantel scheppern die Zähne vor Kälte.«

Der Narr fuhr wie ein Eichkater von der Föhre herab. »Ich zünd ihm die Kapelle an, dem Heiligen, daß er sich die Händ wärmt,« murmelte er. Stumpf lagerte der Blödsinn auf seiner Stirn, doch seine Augen zündelten.

»Große Hitz tut dem Blaumantel nit gut,« lenkte der Schelm ein. »Trag ihn lieber, wenn der Nachtwächter zwölf schreit, der Ulla in die Hütte und leg ihn zu ihr ins Bett, dort erwärmt er sich gewiß.«

Der Besessene nickte und kletterte in die Kapelle.

Da lachte sich der Bauer in die Faust und ging ins Dorf hinauf und klopfte den Wirt wach. Der tat ihm mürrisch auf, stellte ihm einen gesalzenen Fisch und ein paar Flaschen Bier hin und legte sich wieder ins Stroh.

Der Dullhäubel trank allein im Mondschein. –

Indessen hatte die Ulla ihr armseliges Bett bereitet. Sie lag ohne Ruhe, die Reden des Bauern hatten ihr das kleine Hirn ganz gar und verwirrt. War sie vielleicht doch, ohne es zu wissen, eine Gabelreiterin?