»Du bist der abgedankte Meßner.« Der Dullhäubel deutete hinab. »Deine Stimme kenn ich. Und deine schelchen Achseln.«

»Du irrst dich,« antwortete der drunten, »ich bin heut gar nit da.«

Drunten wurden sie still, sie reckten die Köpfe zusammen und hielten Rat. Es war die unheimliche Ruhe vor dem Donnerschlag. Dem Dullhäubel rann der kalte Schweiß. Er wußte, jetzt müsse er den Fuxlohern anders kommen, ehe es zu spät war.

»Der Kalender ist mir gebrochen,« kicherte er hinunter. »Ich weiß nit, ist heut aller Narren Kirchfahrt oder der blinde Irtag. Geht heim und legt euch ein ehrliches Gewand an, ihr verzweifelten Buben!«

Da rüttelten sie schon am Tor, daß das Haus bebte.

Der Dullhäubel reckte eine brennende Kerze zum Guckloch hinaus. Verdutzt hielten die drunten ein.

»Sippschaft,« schrie er mit seiner grellen Stimme, »das ist eine Kaiserkerze!«

»Blas sie aus! Sie geht uns nix an,« erwiderte ein Männlein, das die Nase in einem Wetzsteinkumpf stecken hatte, so daß sie gespenstisch lang erschien.

»Mein Ähnel hat sie am Schlachtfeld gekriegt, die Kerze,« sagte der Bauer, »der Kaiser selber hat sie geweiht.«

Der Mann mit dem Kumpf aber rief hitzig: »Der Kaiser soll uns – – –!« Kurzum, er tat, mit Ehren zu melden, eine landläufige Rede, die sonst gar niemanden Wunder genommen hätte und die ihm auch von keinem verübelt worden wäre. Aber der Dullhäubel fischte sie auf.