Der Spucht nahm sein Herz in die Hand, ging auf den scheulichen Kerl los, nahm den Hut ab und sagte gar erbärmlich: »Ich bitt um Verzeihung, Herr, ich hab mich verirrt. Wie heißt denn der Wald da?«
»Totenkopf.«
»Und der Bach da?«
»Mörderbach.«
Nach der Einschicht fragte er nimmer, denn der Bösewicht hätte gewiß geschrieen, sie heiße »Stichzu!« und wäre mit einem langen Messer hergesprungen.
Der Spucht kehrte sich um und stotterte ein Schutzgebet: »Gott, steure mich ins Himmelreich!« Die Zähne schepperten ihm, er meinte, jetzt pfeife ihm eine Kugel in den Rücken. Er rannte, bis er mit dem Bart in einer Dornstaude hängen blieb.
Die Einöd ist des Menschen Feind. In der Einöd ist alles zu fürchten.
Dort steht ein Wald, brandig und dürr bis in den letzten Wipfel hinauf, geisterhaft rieseln die roten Nadeln nieder. Das Gespenst eines Holzknechtes, den ein stürzender Baum erschlagen, erwürgt diesen Wald.
Dort ist ein Gehölz, und geht man nächtens dort, da fragt vom Wipfel ein Unbekannter herunter: »Wohin?«