Dort in der Schlucht ist ein Jäger für immer verschollen. Oft schreit sein Geist drin auf.
Der Spucht starb jede Nacht vor Furcht. Und mancher Baum reckte ihm die festen Äste hin und knarrte: »Häng dich auf, Spucht!«
Von Heimweh getrieben, schlotterte er schließlich gen Fuxloh.
Die Bäume verdüsterten sich schon, als er durch den Vogeltänd huschte. Es wurde wieder unheimlich. Eine Unke läutete im Moor, sie rief wie eine verlassene Wittib. Ein Dämmervogel strich. »Es ist eine Schneiderseel,« flüsterte der Spucht und bekreuzte sich.
Mitten im zerfahrenen Hohlweg lauerte ein Mann genau so wie der im Totenkopfwald am Mörderbach bei der Einschicht Stichzu. Oder war es gar ein Spießwächter? Wird er nicht jetzt wie ein brennender Löwe herspringen, den Scheuchhund neben sich?
Alles war karthäuserisch still. Der Wind rührte nur einen einzigen Ast, und der knarrte. Ein Klagweiblein schwang sich in die Luft, flatterte und schrie.
Der Spucht faßte Mut und schrie: »Ich schieß dich nieder, Hund, daß du meckerst! Ich laß dir das Messer hinein, daß es dir hinten wieder hinaus steht!«
Der im Hohlweg aber lachte grausig.
Da schrie der Spucht: »Bist du geheuer oder nit?«