Sie schrie den Kindern: »Am Heuboden liegt er. Der Schlag hat ihn getroffen, er ist ein vollblütiger Mann gewesen. Die Leich ist schon kalt.«
»Jesmaria,« plärrte die Wabel, »jetzt ist er gestorben und hat heut noch das Gesott[1] nit geschnitten!«
[1] Häcksel.
Die Töchter flogen zu den Nachbarn und Befreundeten in die Dörfer und zum Pfarrer, die Leiche anzusagen. Die Bäurin selber fuhr mit dem Schubkarren zum Tischler, der Totentruhen vorrätig hatte.
Sie begegnete den Wallfahrern. »Der Bauer hat verlebt,« meldete sie, »übermorgen ist das Begräbnis.«
Als sie abends mit der Truhe heimkam, saß der Dullhäubel vorm Haus, kerngesund, die Wangen blührot, und schnupfte.
»Um Gottes willen, du lebst schon wieder?« stammelte sie.
»Ich bin kreuzwohlauf,« grinste er. »Du hast dich gefleißt mit der Truhe. Hast du auch um den Pfarrer geschickt, daß er mir lateinisch und schlapperteinisch redet und seine Blimblamblorium macht?«
»Aber du bist ja schon kalt gewesen, wie ich dich beim Knie erwischt hab?!«