Seine Töchter misteten den Stall, schnitten das Gesott, rechelten die Streu, striegelten die Ochsen, ackerten, säten, ernteten, droschen. Er tat nichts.

Die Wabel, die Reigel, die Rosel, die Portiunkel, die Stasel, die Kathel und die Liesel verheiratete er Bauern, die Glöckelstühle auf dem Dach hatten.

Er ließ sich sein schelmisches Wesen nicht verkümmern, auch dann nicht, als er der Burgermeister von Fuxloh wurde, und die Leute starben nicht aus, die ihm den Galgen auf den Hals wünschten.

Einmal nach der Kirchweih, als er sich weidlich angegessen hatte, setzte er sich vors Haus, nahm das Rubinglas und schlug sich eine erkleckliche Menge Tabak auf die Hand. Zuerst füllte er sich in behaglicher Andacht das rechte Nasenloch, und als er das andere befriedigen wollte und dabei schon das linke Auge wollüstig zudrückte, fiel ihm der Tod sanft in den Arm. Die Hand sank still, ungenützt flatterte das braune Häuflein herab auf die hirschledernen Hosen. Der Kasper Dullhäubel war nimmer.

»Jetzt hat er den schönsten Tod auch noch, der Lump, der das Eingraben nit wert ist!« schalt der Meßner.

»Ja ja, so geht einer nach dem andern dahin,« sagte der Schmied und ließ einen groben Wind streichen.

Nur wenige gingen mit bedächtigem Bauernschritt hinter dem Sarg her; viele waren daheim geblieben, sie meinten, der Schelm sei unsterblich und könne nicht begraben werden.

Der Filzhut des Ähnels und das Rubinglas wurden ihm mitgegeben, das hatte er sich ausbedungen.

Als die Leiche in die Grube gelassen wurde, riß der Strick, die Truhe polterte hinunter und brach auf, und der Dullhäubel schaute noch einmal fröhlich die heulende Schar der Hinterlassenen an.