»Schaufelt zu, schaufelt zu!« schrie der Grazian. Und alle, wie sie ums Grab standen, warfen schnell mit Händen und Füßen Erde hinab, daß der Erzschelm nicht noch einmal an den Tag käme. –

Als der Grazian an dem nämlichen Abend am Dullhäubelhof vorüber ging, tat er einen harten Schrei. Er behauptete, der Verstorbene habe aus dem Dachfenster die Zunge auf ihn gereckt. Da zündete die Ogath eine Laterne an und durchsuchte alle Winkel des Bodens. »Dem schwänkischen Mann trau ich alles zu,« meinte sie.


Der Dullhäubel fuhr schnurgerade zum Himmelstor auf.

Der heilige Peter stand davor, am Gürtel die beinernen Schlüssel, und schrieb mit einer hohen Pfaufeder in einem Buch. Als er den Schelm mit dem breiten Filzhut durchs Gewölk daher waten sah, hakte er das silberne Schloß des Buches zu und fragte: »Wer bist du? Gib Auskunft!«

»Der Dullhäubel bin ich, Bauer aus Fuxloh«, antwortete der Himmelfahrer. »Gelobt sei Jesus Christus!«

»Dein Nam ist mir verdächtig. Reck her deine Seel!«

»Da wird halt der Blaumantel seine Sach fürgebracht haben. Es ist ihm aber nit alles zu glauben, dem Bruder, dem scheinheiligen.«

»Schilt nit!« brummte der Peter. »Und einen Blaumantel gibt es bei uns nit.«