»Ich bin gefährlich,« murmelte er. »Ich hab schon mehr als einen umgebracht.«
»Das glaub ich nit,« sprach sie.
Er stierte sie finster an, lange, lange, bis ihr schauerlich zu Mut wurde. Er fing auf einmal ohne Ursache grausig zu lachen an und sang unverständliches Zeug: »Schön knieweit, schön dachslet, unten lauter Leut, oben wie eine Tirolerin!«
»Müllnersbub, ist dir das Rädel laufend worden?« rief die Ogath erschrocken.
»Weh, weh, weh! Das Mühlrad dreht sich mir im Kopf!« flüsterte er, duckte sich und schlug einen Purzelbaum.
»Du hast ein Fieber, Bub.«
»Die Liebe zerwirrt mich, Dirn.« Er jauchzte hellauf, kniete dann vor eine Rotkröpfelstaude hin und betete ein Vaterunser.
Sie riß ihn stark in die Höhe. »Entweder bist du unrichtig im Hirn, oder feindet dich der höllische Geist an,« sagte sie. »Jetzt darf ich dich nit verlassen, ich muß dich in die Mühl bringen und deinen Leuten übergeben.«
Der Dullhäubel verzweifelte an seinem Glück, dumm und stumm ließ er sich führen, und sie redete ihm tröstlich zu und betete still vor sich hin, Gott möge seinen Verstand wieder hell werden lassen.