Der Dullhäubel stellte derweil eine verdeckte Schüssel auf den Tisch. »So, da wär der lebendige Braten.« Er hob den Deckel, und eine Maus schlüpfte heraus, die hatte eine blaue Masche um den Hals.

Die Weiber kreischten, rafften die Kittel zusammen und stiegen auf die Stühle und Bänke. Verwirrt jagte das Tierlein auf dem Tisch hin und her, warf die Stengelgläser um, daß es ein feines Geklingel gab, und wagte endlich den Sprung auf den Fußboden.

Die Iglin wurde jetzt feierlich. »Brautweiser, jetzt bau der Braut eine silberne Brücke und nimm sie zum Tanz!«

Der Dullhäubel holte einen Geldstrumpf und legte zwei Reihen Silbergulden von einem Tischeck zum andern, und die Ogath trat zaghaft darauf und schwankte den silbernen Steig dahin und sank hinab in die Arme des Dullhäubel, die Spielleute setzten an, und die zwei tanzten so wild, daß der lange lose Myrtenkranz vom Haar der Braut weithin wehte.

Draußen vorm Wirtshaus saß die alte Ulla auf einem Stein. »Sie werden doch drin nit auf mich vergessen,« raunte sie.

Eine Hand schob sich zur Tür heraus und warf ihr einen Kuchen in den Schoß.

Sie lächelte. »Mir ist es ganz ein Ding, ob ich ein schwarzes Brot krieg oder ein weißes. Das weiße eß ich lieber, nur wegen der Farbe.«

Drin am Tisch saß die Braut, der Ernst ihrer Stirn verging nicht, und kein Lächeln erhellte ihr Gesicht, wie arge Späße auch der Dullhäubel trieb.

Am meisten zielte sein Übermut nach dem Bräutigam.

»Zeig her, Gid, den Arm,« rief er, »ob dir das Haar dran bergan wachst!«