»Warum bergan?« fragte der Gid mißtrauisch.

»Weil ihr Müllner den andern Leuten in den Mehlsack greift.«

»Du heißt mich also ins Gesicht einen Dieb?« brauste der junge Müller.

Die Ogath beschwichtigte ihn. »Scher dich nit um solche Reden! Du brauchst viel Mehl, wenn du alle bösen Mäuler verkleiben wolltest.«

»Ein jeder Sack raucht, wenn man drauf schlagt,« schrie der Gid. »Soll ich allein mir alles gefallen lassen?«

Die Gäste murrten, daß der Dullhäubel Unfried stifte, und als dieser merkte, daß sich der Groll wie ein dumpfes Gewölk um ihn zusammen zog, da lenkte er ein und fing an, lustige Lügen zu erzählen über Leute, die nicht da waren, und unterhaltliche Lieder zu singen, darin er sich selbst ein Klämpflein anhängte, oder er streute sich Tabak auf die linke und die rechte Achsel, drehte den Kopf wie ein Wendehals darnach und schnupfte ihn mit der ausgiebigen Nase links und rechts weg.

Ob solcher Schnacken söhnten sich die Gäste wieder mit ihm aus. »Man kann ihm nit feind sein, dem Faxenmacher,« lachten sie.

Als der Gid und die Ogath hernach zum erstenmal in der Brautkammer lagen und die Mühle rastete, hörten die zwei die halbe Nacht draußen im Garten die Pumpe ächzen.

Der Dullhäubel pumpte vor lauter Eifersucht den Brunnen aus.