INHALT
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| Erster Teil Die topographische Karte | |
| Abschnitt 1. Grundbegriffe und Einteilung der Karten | |
| § 1. Begriff der Karte | [1] |
| § 2. Einteilung der Karten nach dem Maßstab | [3] |
| § 3. Einteilung der Karten nach dem Inhalt | [4] |
| Abschnitt 2. Arbeiten zur Herstellung der Karten | |
| Kapitel 1. Die trigonometrischen Arbeiten | |
| § 4. Die Netzlegung | [5] |
| § 5. Die Basismessung | [6] |
| § 6. Die Winkelmessung | [7] |
| § 7. Die Berechnung | [10] |
| § 8. Die grundlegenden Höhenbestimmungen | [13] |
| Kapitel 2. Die topographischen Arbeiten | |
| § 9. Die vorbereitenden Arbeiten. Das Gradnetz | [16] |
| § 10. Die Aufnahme der Lage (Situation) | [19] |
| § 11. Die Aufnahme der Höhen des Geländes | [22] |
| Kapitel 3. Die kartographischen Arbeiten | |
| § 12. Ausarbeitung der Feldaufnahmen. Die Kartenschrift | [24] |
| § 13. Die Signaturen für die Situation | [24] |
| § 14. Die Arten der Geländedarstellung | [25] |
| § 15. Vervielfältigung und Vertrieb der Karten | [36] |
| Zweiter Teil Das Kroki | |
| § 16. Einleitung. Grundbegriffe | [38] |
| § 17. Orientieren der Karte. Festlegen von Punkten und Richtungen | [39] |
| § 18. Messen von Entfernungen | [41] |
| § 19. Messen von Horizontalwinkeln | [43] |
| § 20. Messen von Böschungswinkeln. Berechnung von Höhenunterschieden | [44] |
| § 21. Krokieren im Zusammenhange | [46] |
| § 22. Anfertigung von Krokis bei vorhandenen Karten | [53] |
| § 23. Anfertigung von Skizzen | [54] |
ERSTER TEIL
DIE TOPOGRAPHISCHE KARTE
ABSCHNITT 1. GRUNDBEGRIFFE UND EINTEILUNG DER KARTEN
§ 1. Begriff der Karte. Der Name »Karte« stammt von dem lateinischen »charta« ab, das ursprünglich »Brief, Bericht, Urkunde« bedeutete. Seit dem 14. Jahrhundert wird »charta« aber auch schon als Bezeichnung für eine Landkarte verwendet. Seit dieser Zeit ist der Name »Charte« geblieben, und nur die Schreibweise hat sich geändert.
Unter einer Karte versteht man die zeichnerische, verjüngte Darstellung eines Teiles der physischen Erdoberfläche, die nach Lage (Situation) und Höhe zum Ausdruck gebracht werden soll. Man erreicht dies, indem man die einzelnen Punkte der physischen Erdoberfläche auf eine Grundfläche, die mathematische Erdoberfläche oder den ideellen Meeresspiegel, lotrecht projiziert. Dadurch würden also zunächst die Punkte in der Projektion gegeneinander ihrem Abstande nach und die Flächen ihrer Ausdehnung nach festgelegt sein. Es ist nun Aufgabe der Kartographie, den Verlauf der Erdoberfläche auch der Höhe nach darzustellen, und das geschieht, indem man die Höhen[1] (Koten) der Punkte, d. h. ihre senkrechten Abstände von dem Meeresspiegel (der Projektionsfläche) neben die Projektionen schreibt und dann weiter das Erdrelief durch Höhenlinien und bestimmte Schraffiermethoden zur Vorstellung zu bringen sucht. Eine weitere Aufgabe der Kartographie ist es, die Figuren auf der gekrümmten, ellipsoid- oder kugelförmigen mathematischen Erdoberfläche, in der Kartenblattebene möglichst längen-, flächen- und winkeltreu zur Abbildung zu bringen.