„Fort, fort, mit ihrem Kinde im Arme, Gott weiß, wohin, – dem Nordstern nach, und wann wir uns wieder sehen, und ob wir uns je wieder in dieser Welt, kann Niemand sagen.“
„Ist es möglich! unglaublich! fort von einer so guten Familie?“
„Ja, aber gute Familien gerathen in Schulden, und die Gesetze unseres Vaterlandes erlauben ihnen, das Kind von der Mutterbrust weg zu verkaufen, um die Schulden des Herrn zu bezahlen,“ sagte Georg mit bitterem Tone.
„Gut, gut,“ sagte der brave alte Mann, in seiner Tasche herum fühlend. „Ich glaube vielleicht, ich folge hier nicht ganz meinem Verstande, – aber, laß Alles gehenkt werden, ich will ihm nicht folgen!“ fügte er plötzlich hinzu; „also hier, Georg!“ diesem eine Rolle Banknoten hinreichend, die er aus seiner Brieftasche genommen hatte.
„Nein, nein, mein guter, guter Herr!“ sagte Georg; „Sie haben so viel für mich gethan, und dies könnte Sie in Verlegenheit bringen. Ich habe Geld genug, hoffe ich, um mich so weit zu bringen, wie ich nöthig habe.“
„Nein, aber Du mußt, Georg. Geld ist eine große Hülfe überall; – man kann nicht zu viel haben, wenn's ehrlich gewonnen ist. Nimm es, – bitte, nimm es, nun, – nimm es, mein Junge!“
„Unter der Bedingung, daß ich es später zurückzahlen darf, will ich es annehmen,“ sagte Georg.
„Und nun, Georg, wie lange denkst Du auf diese Weise zu reisen? – nicht lange oder weit, hoffe ich. 'S ist gut angefangen, aber zu dreist. Und der schwarze Bursche, – wer ist das?“
„Ein treuer Mensch, der länger als vor Jahresfrist nach Kanada ging. Nachdem er dorthin gelangt war, hörte er, daß sein Herr über sein Entlaufen so zornig geworden sei, daß er seine arme alte Mutter gepeitscht habe; und er ist deshalb den ganzen Weg zurückgekommen, um sie zu trösten und sie mit fortzunehmen.“
„Hat er sie?“