Der Fabrikherr besuchte, seinem Versprechen getreu, nach ein oder zwei Wochen Mr. Harris, in der Hoffnung, daß die erste Hitze sich gelegt haben werde, und wandte alles Mögliche an, um ihn zu bestimmen, Georg seiner früheren Beschäftigung zurückzugeben.

„Sie brauchen sich keine Mühe zu geben, und weiter darüber zu sprechen,“ sagte er mürrisch, „ich weiß am besten selbst was ich zu thun habe.“

„Ich wollte mir nicht anmaßen, mich in Ihre Angelegenheiten zu mischen; sondern ich dachte nur, Sie würden es selbst Ihrem Interesse angemessen finden, uns diesen Mann unter den offerirten Bedingungen zu überlassen.“

„O ich verstehe Alles vollkommen. Ich sah Ihr Winken und Flüstern an dem Tage, wo ich ihn von der Fabrik wegholte, aber ich lasse mich auf diese Weise nicht hintergehen. Es ist hier ein freies Land, Herr; der Mann ist mein, und ich thue mit ihm was mir gefällt, – verstanden?“

Und so fiel Georgs letzte Hoffnung zu Boden. Nichts lag nun vor ihm als ein Leben voll Mühe und Qual, welches durch die gesuchten Kränkungen und Entwürdigungen noch mehr verbittert wurde, welche eine tyrannische Erfindungskunst zu erdenken vermochte.

Ein sehr menschenfreundlicher Jurist sagte einst: „das größte Uebel, das du dem Menschen zufügen kannst, ist ihn zu hängen.“ Nein, es gibt noch ein anderes Uebel, welches dem Menschen zugefügt werden kann, und welches größer ist!

Drittes Kapitel.

Der Gatte und Vater.

Mistreß Shelby hatte das Haus verlassen, um ihren Besuch zu machen, und Elisa stand in der Veranda des Hauses und schaute traurig dem fortfahrenden Wagen nach, als sich eine Hand auf ihre Schulter legte. Sie wandte sich um, und ein freundliches Lächeln leuchtete augenblicklich aus ihren schönen Augen.

„Georg, bist Du es? Wie Du mich erschreckt hast! Ach, wie froh bin ich, daß Du gekommen bist! Mistreß ist ausgefahren, um einen Besuch zu machen; komm' also in mein kleines Zimmer, wir haben den ganzen Nachmittag für uns.“