Mr. Shelby war beschäftigt, verschiedene Packete Wechsel zu überzählen und zu überrechnen, und schob sie sodann zu dem Händler hinüber, der sie ebenfalls nachzählte.
„Alles richtig,“ sagte der Händler; „nun also unterzeichnen diese da!“
Mr. Shelby zog hastig die Verkaufsbriefe an sich und unterzeichnete sie, wie ein Mann, der über ein unangenehmes Geschäft hinwegeilt, und schob sie sodann mit dem Gelde zur andern Seite hinüber. Haley zog hierauf aus einer stark abgenutzten Brieftasche ein Pergament hervor, welches er, nachdem er es zuvor überblickt hatte, an Mr. Shelby aushändigte, der es mit einer Bewegung unterdrückten Eifers an sich nahm.
„Wohl, die Sache ist gemacht,“ sagte der Händler aufstehend.
„Ist abgemacht!“ sagte Mr. Shelby in sinnendem Tone und wiederholte nach einem langen und tiefen Athemzuge: „ist abgemacht!“
„Ihr scheint mir nicht sonderlich damit zufrieden zu sein,“ sagte der Händler.
„Haley,“ sagte Mr. Shelby, „ich hoffe, Ihr werdet nicht vergessen, was Ihr mir auf Eure Ehre versprochen habt, daß Ihr nämlich den Tom nicht verkaufen wollt, ohne vorher zu wissen, in was für Hände er geht.“
„Warum? Ihr habt jetzt gerade dasselbe gethan,“ sagte der Händler.
„Umstände, wie Ihr wohl wißt, nöthigten mich,“ sagte Shelby in stolzem Tone.
„Wohl, sehet, die können mich auch nöthigen,“ sagte der Händler. „Indeß, will mein Bestes thun, ihm 'ne gute Koje zu verschaffen; – und was mich betrifft, so braucht Ihr nicht besorgt zu sein, daß ich ihn schlecht behandele. Wenn's etwas in der Welt gibt, wofür ich dem Herrn dankbar bin, so ist's, daß ich nicht grausam bin.“