»O thue das nicht, thue das nicht!« sagte die Frau, ihn erstaunt anblickend, »es wird Dir Schaden bringen.«
In demselben Augenblicke kam Sambo heran. Er schien einen besondern Groll gegen dieses Weib zu haben; und während er deßhalb seine Peitsche schwang, rief er mit seinen rohen Kehllauten: »Was ist das hier? Luce, — Betrügereien?« stieß das Weib mit seinem schweren Schuh in die Seite, und hieb Tom mit der Peitsche über das Gesicht.
Tom fuhr schweigend mit seiner Arbeit fort, aber die Frau, vorher schon gänzlicher Erschöpfung nahe, fiel in Ohnmacht.
»Ich will sie wieder zu sich bringen!« sagte der Treiber mit viehischem Lachen. »Will ihr noch 'was Besseres geben als Kampher!« und indem er sodann eine Stecknadel von seinem Aermel zog, stieß er diese bis an den Knopf in ihr Fleisch hinein. Das Weib stöhnte, und erhob sich halb. »Steh' auf, Du Biest, und arbeite, willst Du?« rief Sambo, »oder ich will Dir noch was anderes zeigen.«
Auf diese Weise zu einer unnatürlichen Kraft für einige Augenblicke angetrieben, arbeitete die Frau mit verzweifeltem Eifer weiter.
»Sieh' Dich vor, daß Du so fortfährst,« sagte der Mann, »oder Du sollst wünschen, daß Du heut Abend noch todt wärst, — glaubs mir!«
»Das wünsch' ich jetzt schon!« hörte Tom sie sagen, und gleich darauf: »O Gott, wie lange noch! O Gott, warum hilfst Du uns nicht?«
Auf die Gefahr jedes möglichen Uebels hin näherte sich ihr Tom abermals, und that alle seine Baumwolle in den Sack der Frau.
»O Du mußt nicht! Du weißt nicht, was sie mit Dir machen werden!« sagte die Frau.
»Ich kann's tragen!« sagte Tom, »eher als Du.« während er sich auf seinen Platz zurück begab. Es war das Werk eines Augenblicks.