Plötzlich wandte sich die Frau wieder zu ihrem Geschäfte, und arbeitete mit einer Schnelligkeit, die Tom wirklich wunderbar erschien. Es war, als wenn sie mit Zauberkräften arbeitete. Ehe der Tag zu Ende war, hatte sich ihr Korb gefüllt, fast niedergepreßt, und hoch aufgehäuft, und dessen ungeachtet hatte sie mehrmals bedeutende Quantitäten in Tom's Korb gelegt. Lange nachdem die Abenddämmerung vorüber war, zog der ganze, ermüdete Haufe, mit den Körben auf den Köpfen, dem Gebäude zu, wo das Abwägen und Aufschichten der Baumwolle Statt fand. Legree befand sich dort, in angelegentlicher Unterhaltung mit seinen beiden Treibern.
»Der Tom fängt an, schreckliche Unruhe zu machen; — hat immerfort in Lucy's Korb gepackt. So Einer wird bald alle die Niggers aufsäßig und unzufrieden machen, wenn Master ihm nicht aufpaßt!« sagte Sambo.
»Heisa! Der schwarze Schlingel!« sagte Legree. »Wird 'ne Dressur nöthig haben, — nicht wahr, Jungens?«
Beide Neger grinsten bei dieser Mittheilung auf entsetzliche Weise.
»Master Legree wird ihn schon dressiren, — das kann der Teufel selbst nicht besser, als Master!« sagte Quimbo.
»Ich denke, Jungens, das beste Mittel ist, daß er's Auspeitschen besorgt, bis er seine Begriffe los wird,« sagte Legree.
»O Herr! Master wird schwere Arbeit haben, bis er die aus ihm heraus bringt!« bemerkte Sambo.
»Heraus müssen sie doch!« entgegnete Legree, während er seinen Taback im Munde umher wälzte.
»Nun, da ist Lucy, — das ärgerlichste, häßlichste Mensch auf der ganzen Plantage!« fuhr Sambo fort.
»Nimm Dich in Acht, Sam,« sagte Legree, — »werd's am Ende ausfinden, warum Du solchen Groll gegen Lucy hast.«