»Sie zupft wie der Teufel, und alle seine Engel!«

»Sie hat sie, glaub' ich, alle in sich!« sagte Legree, und ging, während er einen rohen Fluch brummte, nach dem Wägezimmer.


Langsam schleppten sich die müden, muthlosen Geschöpfe in dasselbe, und boten furchtsam und kriechend ihre Körbe zum Wägen dar.

Legree vermerkte den Betrag eines jeden auf einer Schiefertafel, auf deren Seite sich ein Namensverzeichniß Aller befand.

Tom's Korb wurde gewogen und richtig befunden, worauf er mit ängstlichem Blicke den Erfolg der armen Frau beobachtete, die er in seine Freundschaft gezogen hatte.

Wankend vor Mattigkeit, trat sie vor und übergab ihren Korb. Er hatte volles Gewicht, wie Legree wohl bemerkte; aber sich zornig stellend, sagte er:

»Was, Du faules Thier, wieder zu wenig? tritt auf die Seite, — sollst es kriegen, — gleich!«

Das Weib ließ ein Stöhnen der äußersten Verzweiflung hören, und setzte sich auf eine Bank nieder.

Dann trat die Person, welche Misse Cassy genannt worden war, hervor, und überlieferte ihren Korb mit einer stolzen, nachlässigen Miene, während Legree sie mit einem höhnischen, fragenden Blicke beobachtete. Sie richtete ihre schwarzen Augen fest auf ihn, ihre Lippen bewegten sich leicht, und sie sagte etwas in französischer Sprache zu ihm. Was es war, verstand Niemand; aber Legree's Gesicht nahm bei diesen Worten einen dämonischen Ausdruck an, und er hob seine Hand auf wie zum Schlagen, — eine Bewegung, die sie mit stolzer Verachtung ansah, während sie sich abwandte und fortging.