Die empörende Behandlung des armen Tom hatte sie noch mehr aufgebracht, und sie war Legree ins Haus gefolgt nur in der Absicht, ihm über seine Rohheit Vorwürfe zu machen.

»Ich wollte, Cassy,« sagte Legree, »Du betrügest Dich vernünftiger.«

»Ihr sprecht von vernünftigem Betragen! Und was habt Ihr gethan? Ihr, der nicht einmal Verstand genug hat, um nicht einen Eurer besten Leute unbrauchbar zu machen, grade in der dringendsten Erntezeit, und nur Eurer teuflischen Laune wegen!«

»Ich war ein Narr, 's ist wahr, so eine Zänkerei aufkommen zu lassen,« sagte Legree; »aber als der Bursche seinen Kopf aufsetzte, mußte er gebändigt werden.«

»Ich denke, Ihr werdet ihn nicht bändigen.«

»Nicht?« sagte Legree, indem er heftig aufstand. »Ich möchte doch wissen, ob nicht. Er wäre der erste Nigger, mit dem ich nicht fertig würde! Ich zerbreche ihm jeden Knochen im Leibe, aber nachgeben soll er!«

Die Thür ging auf und Sambo trat ein. Er näherte sich gebeugt und hielt etwas in einem Papiere vor sich hin.

»Was ist das, Hund?« sagte Legree.

»'s ist ein Hexending, Master!«